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2026 Landkreisfahrt Tour 4 - onTour – wir reisen, wandern, radeln..

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„Tour 4: Wer mitfährt, erlebt was – wer daheimbleibt, hört’s nur erzählt.
Landkreis? Klar kenn ich! Oder doch nicht...?
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Auf den Spuren von Graf Berengar
Eine geschichtsträchtige Entdeckungstour durch den Landkreis
 
Tour 4 am 15. Mai 2026 durch den Landkreis Amberg Sulzbach
 
Unsere vierte Entdeckungstour führte uns erneut mitten hinein in die Geschichte und Landschaft des Landkreises Amberg Sulzbach. Dieses Mal standen die Spuren von Graf Berengar im Mittelpunkt und führten uns nach Sulzbach, Illschwang, Kastl und Amberg.

Sulzbach-Rosenberg und der Geschichtsbrunnen
 
Startpunkt war der Bereich vor dem Rathaus in Sulzbach-Rosenberg am Geschichtsbrunnen. Auf dem die Vergangenheit der Stadt in eindrucksvollen Szenen lebendig dargestellt.
 
Conni Platz, unsere Landkreisführerin, erläuterte anschaulich die verschiedenen Darstellungen, die Bergarbeiter, Handwerker und Musiker sowie zentrale Elemente der Stadtgeschichte zeigen.
 
Anschließend führte der Weg hinauf in das imposante Sulzbacher Schloss. Die weitläufige Anlage war der einstige Stammsitz der Grafen von Sulzbach und ist eng mit Graf Berengar I. von Sulzbach verknüpft, einer der einflussreichsten Persönlichkeiten des Hochmittelalters. Wie bedeutend dieses Geschlecht einst war, zeigt der Blick in die europäischen Herrscherhäuser: Berengars Töchter heirateten in die obersten Adelskreise ein; seine Tochter Bertha von Sulzbach erlangte als Gemahlin des Kaisers Manuel I. Komnenos sogar den Thron als Kaiserin von Byzanz.
 
 
Illschwang und der Bio Hopfen
 
Nächster Halt der Reise war Illschwang. Am historischen Hopfengarten wurde die Gruppe bereits von Braumeister Arno Diener von der Hausbrauerei SUDHANG erwartet, der uns die Geschichte des Hopfenanbaus häherbrachte. Illschwang galt in früheren Zeiten als eines der kleinsten Hopfenanbaugebiete in ganz Deutschlands. Dass diese Tradition nicht in Vergessenheit gerät, ist dem örtlichen Gartenbauverein zu verdanken. Der Hopfen wird hier heute in zertifizierter BIO-Qualität und in liebevoller Handarbeit gepflegt und geerntet.
 
Für den Gartenbauverein ist die Hausbrauerei SUDHANG ein wahrer Segen: Da keine andere Brauerei aus der näheren Umgebung Interesse an dem speziellen Illschwanger Bio-Hopfen zeigte, hätte der Verein die Ernte sonst kaum verwerten können. Arno Diener nimmt die gesamte Menge dankbar ab und braut daraus ein exklusives, unverwechselbares regionales Bier.
 
Der anschließende Besuch im Hopfenmuseum, das in einem historischen Holzstadel aus dem Jahr 1897 untergebracht ist, rundete das Thema perfekt ab. Museumsleiter Lorenz Geitner führte die Teilnehmer fachkundig durch die Ausstellung, die historische Geräte, alte Fotografien und eine beeindruckende, original rein aus Holz gebaute Hopfenpresse zeigt. Zum krönenden Abschluss der Station durften die Teilnehmer das süffige Illschwanger BIO-Bier direkt vor Ort verkosten.
 
Kastl und die Klosterburg
 
Danach schlug die Tour den Bogen zurück zu Graf Berengar und führte weiter nach Kastl zur ehrwürdigen Klosterkirche St. Peter. Zwischen 1098 und 1103 wurde die einstige Burg Kastl durch die Initiative von Graf Berengar von Sulzbach, Friedrich von Habsberg-Kastl und weiteren Edelleuten in ein Benediktinerkloster umgewandelt. Die heutige Klosterburg, die heute die Polizeihochschule beherbergt, thront weithin sichtbar über dem Lauterachtal und gehört zu den eindrucksvollsten historischen Anlagen im Landkreis Amberg-Sulzbach.
 
Die Klosterkirche selbst zählt zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken der Oberpfalz. Neben den imposanten historischen Grabmälern zog besonders die berühmte Mumie der kleinen Prinzessin Anna – einer Tochter des Kaisers Ludwig dem Bayern – das Interesse auf sich.
 
Nach so vielen tiefen historischen Eindrücken tat die wohlverdiente Mittagspause gut: Das strategisch günstig direkt unterhalb der Klosterburg gelegene Gasthaus Forsthof bot hervorragende kulinarische Stärkung.
 
Durch das Lauterachtal in die Herzogstadt Amberg
 
Die Weiterfahrt führte die Reisegruppe durch das landschaftlich reizvolle und idyllische Lauterachtal. Vorbei ging es am bekannten, farbenfrohen „Gießkannenbaum“ in Schmidmühlen, einer echten und beliebten Attraktion direkt am Ortseingang.
 
Das finale Ziel der Tour war die Stadt Amberg. Die kurze Stadtführung startete am Bahnhof bei der markanten „Kugel“ – der sogenannten Bürgerskulptur, die als begehbares und symbolträchtiges Gemeinschaftskunstwerk den Multifunktionsplatz ziert. Obwohl zu diesem Zeitpunkt leider der Regen einsetzte, tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Conni Platz erläuterte der Gruppe das historische Ensemble des Amberger Bürgerspitals, welches eine jahrhundertealte Tradition mit moderner Fürsorge verbindet. Es handelt sich hierbei um die älteste noch existierende Stiftung Deutschlands, die heute als modernes soziales Unternehmen agiert.
 
Den architektonischen Höhepunkt bildete die Basilika St. Martin direkt am Marktplatz. Die mächtige, ab 1421 erbaute spätgotische Hallenkirche ist die größte gotische Kirche der Oberpfalz. Ihr beeindruckender, 92 Meter hoher Turm dominiert das gesamte Stadtbild. Im Inneren zeigten sich die Teilnehmer tief beeindruckt vom monumentalen Netzgewölbe, dem Chorgestühl und den kunstvollen modernen Glasfenstern. Als Besonderheit hob die Führung hervor, dass die Kirche 1980 von Papst Johannes Paul II. mit dem päpstlichen Ehrentitel Basilica minor ausgezeichnet wurde.

Ein herzliches Dankeschön zum Abschluss
 
Ein rundum gelungener Tag neigte sich schließlich dem Ende zu. Den gemütlichen Ausklang fand die Tour bei Kaffee und Kuchen im traditionellen Schloderer Bräu.
 
Der Organisator der Fahrten, Walter Heldrich, bedankte sich im Namen aller Teilnehmer ganz herzlich bei Conni Platz für die wie gewohnt fachkundige, lebendige Führung sowie bei Busfahrer Alfred Filp für die gewohnt sichere und angenehme Fahrt durch den Landkreis. Mit großer Vorfreude wurden am Ende bereits die Termine für die kommenden Touren 5 und 6 angekündigt.
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